Schweizer Sozialversicherung 03/19

Sportlich – sozial – versichert

«Sport ist Mord.» Diese freie Übersetzung des nicht belegten Zitats «No sports» von ­Winston Churchill wird oft angeführt, um keinen Sport treiben zu müssen. Der britische Premierminister sei gerade wegen seiner angeblichen Abneigung dem Sport gegenüber 91 Jahre alt geworden. Wie wir heute wissen, ist ein gewisses Mass an Sport gesund und wird daher teilweise auch von Krankenversicherern gefördert. Allerdings birgt fast jede sportliche Betätigung auch Verletzungsrisiken. Verletzungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern ziehen auch Kosten nach sich. Von der Erstversorgung über die Behandlung und Rehabilitation bis hin zu Taggeldern oder Renten.

Eine Herausforderung für die Sozialversicherungen sind somit die Freizeitaktivitäten von Amateursportlern. Doch wie versichert man auf der anderen Seite Profisportler? Und wo liegt die Grenze zwischen Hobby und Erwerb? All diesen Fragen gehen wir im Fokusteil ab Seite 18 dieses Hefts und auf unserer Website vps.ch nach.

Die Fokusartikel und auch die Grafik des Quartals setzen Gedanken darüber in Gang, was beim Sport alles schiefgehen könnte und versichert werden muss. Das Risiko eines verstauchten Knöchels soll Sie aber weder von einer sommerlichen Bergwanderung noch von einem Fussballspiel mit Freunden abhalten.

Inhaltsverzeichnis

Blick ins Heft

Versicherung von Breitensportlern

Ivo Bühler

Bei der Versicherung von Breitensportlern gegen Unfälle ist ein nicht immer leicht zu durchschauendes Dickicht von Regeln zur Abgrenzung von Kranken- und Unfall­leistungen, zu Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung sowie möglichen Leistungskürzungen oder gar -verweigerungen zu beachten.

Das ist es uns wert

Gregor Gubser

Für Sportvereine spielt insbesondere die ­Unfallversicherung eine grosse Rolle. Es ist eine Herausforderung, einen Ver­sicherer zu ­finden, der bereit ist, das Risiko zu übernehmen. ­Zudem ist eine gute Versicherung der Heilkosten ­zentral, wie EVZ-CEO Patrick Lengwiler erzählt.